{"id":20,"date":"2023-03-27T15:50:39","date_gmt":"2023-03-27T13:50:39","guid":{"rendered":"https:\/\/dud.dwagner.one\/?page_id=20"},"modified":"2023-03-30T09:50:28","modified_gmt":"2023-03-30T07:50:28","slug":"interview-mit-ab-leiterin-forstamt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dud.dwagner.one\/?page_id=20","title":{"rendered":"Interview mit Astrid Berens, Leiterin Forstamt"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Wer sind Sie? Und was machen Sie beruflich?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Name ist Astrid Berens und ich bin Forstamtsleiterin. Ich bin 49 Jahre alt und mein Forstamt in Kandel hat 43 Mitarbeiter. Ich betreue 12.000 Hektar Wald [&#8230;] Dieses Waldgebiet reicht im Westen bis nach Steinweiler, im Norden bis nach Jockgrim, im S\u00fcden bis nach Scheid. Ich habe an einer Universit\u00e4t in einem Diplomstudiengang in G\u00f6ttingen studiert und habe dann ein verpflichtendes zweij\u00e4hriges Referendariat in Rheinland-Pfalz gemacht. Anschlie\u00dfend habe ich mein zweites Staatsexamen absolviert. Zun\u00e4chst war ich in Neustadt im Innendienst und bin jetzt im sechsten Jahr im Forstamt Kandel.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Welche pers\u00f6nlichen Bindungen haben Sie zum Wald?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich selbst komme aus einem kleinen Dorf in der N\u00e4he L\u00fcbecks. Wir hatten einen gro\u00dfen Bauernhof inklusive 2 Hektar Waldgebiet, wodurch ich schon immer Bezug zum Wald hatte. Entweder wollte ich Tier\u00e4rztin oder Forstwissenschaft studieren [&#8230;]. F\u00fcr mich ist der Wald ideal, da er f\u00fcr den Forst viele Nutzungsfunktionen hat. Der Wald liefert uns gerade in Zeiten des Klimawandels sehr wichtiges Holz, das CO2 bindet. Das Forstamt unterst\u00fctzt au\u00dferdem die Erholungsfunktion f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung im Wald, es schafft Sitzm\u00f6glichkeiten und weist Waldwege aus. Ziel hierbei ist es, den Leuten den Wald n\u00e4her zu bringen. Au\u00dferdem hat das Forstamt eine Naturschutzfunktion. Aufgrund der Vielf\u00e4ltigkeit an Aufgaben ist der Beruf des F\u00f6rsters sehr spannend. Gerade zu Zeiten der Klimawandel ist der Wald eines der elementarsten Dinge.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sorgen Sie sich um die Zukunft unserer W\u00e4lder?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zukunft des Waldes macht mir zurzeit sehr gro\u00dfe Sorgen. In der Rheineben lassen die warmen, eigentlich ja sch\u00f6nen Sommer mit wenig Regen den Wald austrocknen. Es kommt zu einem Niederschlagsdefizit. Au\u00dferdem sieht man seit 2018 zunehmend, dass der Wald stirbt. Mehrere heimische Arten sterben momentan aus, da sich immer mehr exotische Arten, die z.B. per Schiff zu uns gelangen, in unseren W\u00e4ldern durchsetzen. Gro\u00dfe aktuelle Probleme sind das Absterben von Buchen und Kiefern. Hierf\u00fcr muss man L\u00f6sungen finden. Au\u00dferdem muss man sich dringend L\u00f6sungen f\u00fcr den Wasserkonsum \u00fcberlegen. Des Weiteren ben\u00f6tigt es neue Konzepte, durch die dem Wald im Kampf gegen den Klimawandel geholfen werden kann. Hierzu ben\u00f6tigt es eine gro\u00dfe Aufbruchstimmung, wozu man allerdings auch die Mitarbeiter\/innen von der Vision der Walderhaltung \u00fcberzeugen muss.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Was sind Ihre (beruflichen) Ziele f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre und Jahrzehnte?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Grundlegend ist das Arbeiten im Team innerhalb des Forstamts von gro\u00dfer Bedeutung. Au\u00dferdem muss die Vernetzung zwischen den Forst\u00e4mtern erh\u00f6ht werden, z.B. durch gemeinsame Exkursionen und Ausfl\u00fcge sowie gemeinsamen Ideenaustausch, Experimente und Ausprobieren [&#8230;].&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie kann man den gesellschaftlichen Nutzen des Waldes st\u00e4rken?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In Zukunft wird dem Wald aufgrund seiner verschiedenen Funktionen eine gro\u00dfe Bedeutung zukommen. Der Wald sch\u00fctzt vor L\u00e4rmemissionen, er kann den Wasserr\u00fcckhalt bewirken, ist f\u00fcr die Luftreinhaltung verantwortlich und die Holzproduktion ma\u00dfgeblich. Der Wald ist im Gegensatz zu Energie und Kohle, der einzig existierende nachwachsende Rohstoff. Holz sollte vordergr\u00fcndig f\u00fcr den H\u00e4userbau genutzt und nicht verbrannt werden. Die Verbrennung f\u00fchrt z.B. zu mehr W\u00e4rme.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie kann die Gesellschaft angesprochen werden, um diese Ziele zu erreichen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir versuchen direkt die Kinder durch Kindergarten- und Schulbesuche in die Thematik einzuf\u00fchren. Beispielsweise bringen wir die Kinder bereits fr\u00fch spielerisch mit dem Wald in Kontakt, au\u00dferdem finden viele F\u00fchrungen f\u00fcr Interessierte statt. Des Weiteren bieten wir Praktika an und bilden angehende F\u00f6rster aus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn dieses Jahres war das 60-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Deutsch-Franz\u00f6sischen Partnerschaft und wir f\u00fchren in dessen Rahmen Projekte aus wie z.B. einen gemeinsamen Spendenlauf durch dessen Ertr\u00e4ge das Pflanzen von B\u00e4umen finanziert wird. Au\u00dferdem werden Fl\u00fcchtlinge wie Syrer f\u00fcr die Waldarbeit engagiert, dies hilft bei der Integration. Wir arbeiten auch mit dem Jugendwerk Landau zusammen, wodurch schwererziehbare Jugendliche ebenfalls sinnvollen T\u00e4tigkeiten nachgehen. Zus\u00e4tzlich halten wir Kontakt zu \u00f6ffentlichen \u00c4mtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich bieten wir den Menschen Erlebnispfade an, mit dem Ziel, ihnen den Wald n\u00e4her zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gibt es Dinge, die wir jungen Menschen tun k\u00f6nnen und sollten, um Ihre Ziele zu erreichen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst sollten die Menschen f\u00fcr den Wald sensibilisiert werden, wenn man bereits mit offenen Augen durch den Wald geht, w\u00e4re dies schon ein gro\u00dfer Fortschritt. Im Lockdown haben die Menschen bspw. die regionalen W\u00e4lder f\u00fcr sich entdecken. Klar ist allerdings, dass der Wald ein sehr hohes Gut ist. Es gibt im Wald ein Betretungsrecht f\u00fcr jede\/n. Letztendlich muss man mit dem Wald bewusst umgehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Arbeitet ihr Forstamt mit Privatunternehmern zu kommerziellen Zwecken zusammen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, sehr vielf\u00e4ltig. Wir beauftragen Forstunternehmer, die B\u00e4ume f\u00e4llen. Au\u00dferdem haben wir auch Partnerschaften mit Naturschutzverb\u00e4nden (z.B. dem NABU) und wie bereits erw\u00e4hnt auch mit Franz\u00f6sischen Betrieben &#8211; schlie\u00dflich gibt es grenz\u00fcbergreifende Probleme.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie sieht die kommerzielle Nutzung des Bienwaldes aus?&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben uns auf eine multi-funktionale Forstwirtschaft verst\u00e4ndigt. Au\u00dferdem verkaufen wir Holz. Diese T\u00e4tigkeit tritt derweil zunehmend in den Hintergrund, da der Wald fortlaufend abstirbt. Des Weiteren stellen wir Brennholz zur Verf\u00fcgung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ansonsten haben wir auch andere kommerzielle Nutzer, die bei uns beispielsweise Schmuckholz f\u00fcr Adventskr\u00e4nze gekauft haben. B\u00e4rlauch wird geerntet, um es zu verkaufen. Coaches bieten Waldbaden an, einen Trend aus Japan, der die Erholung der Menschen im Wald bewirkt &#8211; die Ger\u00fcche des Waldes entspannen die Leute. Im s\u00fcd\u00f6stlichen Bereich haben wir eine Fl\u00e4che an eine Firma verpachtet, auf der sich nun ein Kalk-Sandstein-Werk befindet. Auf der einen Seite sind wir der Eigent\u00fcmer des Waldes, auf der anderen Seite sind wir eine sogenannte \u201euntere Forstbeh\u00f6rde\u201c und regulieren somit auf der Grundlage des Waldgesetzes alle Eingriffe in den Wald. Immer gibt es einen \u201eRekultivierungsplan\u201c f\u00fcr verwendete Fl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Haben Sie beruflich etwas mit der Politik zu tun?&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Meine oberste Chefin ist die Umweltministerin Frau Eder. Politische Thematiken stellen nat\u00fcrlich einen Teil meines Berufs, dennoch bin ich froh, dass ich im Forstamt sehr viel fachlich arbeite. Zurzeit besch\u00e4ftigen wir uns vor allem mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und daher muss man sich vor allem die Frage stellen, ob man Windkraftanlagen im Wald wirklich installieren m\u00f6chte. Auch mit der Installation von Photovoltaikanlagen besch\u00e4ftigen wir uns.&nbsp;Rheinland-Pfalz ist \u00fcberdies an Tourismus interessiert und besch\u00e4ftigt sich daher mit dem Ausbau von Waldwegen im Austausch mit den einzelnen Kreisverwaltungen. Au\u00dferdem m\u00fcssen wir uns mit den Vorschl\u00e4gen und Bed\u00fcrfnissen des benachbarten Landkreises S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe auseinandersetzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sind Sie mit der momentanen Umwelt- und Waldpolitik einverstanden?&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich sehe meine Parteilosigkeit als wichtig an, da ich gerne fachlich arbeiten m\u00f6chte. Allerdings kann ich mich den Vorgaben meiner Chefin nicht widersetzen und muss diese umsetzen. Ein bekannter Kollege, Peter Wohlleben, \u00e4u\u00dferst sich des \u00d6fteren zu politischen Aspekten, wobei ich fachlich belegt in Teilen widersprechen w\u00fcrde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Manche \u00e4lteren F\u00f6rster schreckt das Eingreifen der Politik in ihre Arbeit ab. Wir m\u00fcssen uns in unserer Arbeit aber nun mehr mit gesellschaftlichen Anspr\u00fcchen und neuen Ideen besch\u00e4ftigen. Derzeit m\u00fcssen wir schauen, dass wir statt der Holznutzungs- die Naturschutzfunktion in den Vordergrund r\u00fccken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Haben Sie W\u00fcnsche an die Politik?&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass sich die Politik bei Fragen in Zukunft konkret an die Forst\u00e4mter wendet. Sie sollte neue Ideen von au\u00dferhalb aufnehmen, ihre Mitarbeiter befragen und reflektiert handeln. Dar\u00fcber w\u00fcrde ich mich sehr freuen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Welche Bedeutung hat der Bienwald regional und \u00fcberregional?&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Er hat eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Region. Im Osten des Bienwaldes trennt der Rhein Rheinland-Pfalz und Baden-W\u00fcrttemberg. Im Norden grenzt er an den Pf\u00e4lzerwald. Der Bienwald verbindet als eine Art \u201eTrittstein\u201c die Rheinauen mit dem Pf\u00e4lzerwald. Wir haben im Bienwald ganz besondere Wildkatzen-Korridore. Aus diesen Gr\u00fcnden ist der Bienwald von regional gro\u00dfer Bedeutung. Au\u00dferdem ist der Bienwald geschichtlich gepr\u00e4gt. Das zeigen beispielsweise die vielen Besch\u00e4digungen aus der Zeit des 2. Weltkriegs, aber auch Panzergr\u00e4ben und Bunker. Des Weiteren sind sogar r\u00f6mische Wege ersichtlich. Deshalb ist der Wald ein Ort, der die geschichtlichen Gegebenheiten sch\u00fctzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00fcberregional ist der Bienwald sehr gut erforscht, worauf wir sehr stolz sind. Er ist einer der bestuntersuchten W\u00e4lder innerhalb Europas. Es gibt 250- bis \u00fcber 300 Jahre alte Eichenbest\u00e4nde. Der Bienwald wurde dar\u00fcber hinaus nie gerodet und liegt an der Grenze zu Frankreich. In Teilbereichen ist er sehr sumpfig und schwer zu erschlie\u00dfen. Nie wurde im Bienwald Ackerbau betrieben.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Inwiefern waren Sie in das Naturschutzgro\u00dfprojekt involviert?&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Pers\u00f6nlich bin ich schon seit 2001 in das Projekt involviert, weil ich in Neustadt angefangen habe zu arbeiten. Das Forstamt Bienwald war ebenfalls bereits sehr fr\u00fch in das Projekt involviert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>K\u00f6nnen solche Projekte wie das Naturschutzgro\u00dfprojekt zum Schutz des Klimas beitragen?&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir von den Landesforsten haben den Naturschutz schon l\u00e4nger im Blick. Das Gewicht des Naturschutzes wird bedeutender. Zusch\u00fcsse in H\u00f6hen von 12 Millionen Euro erm\u00f6glichten hier jedoch eine intensive Untersuchung des Gebiets, wie z.B. der K\u00e4fer-Fauna und der Flora. Das Projekt war sicherlich ein Meilenstein und daher aus damaliger Sicht sehr bedeutend. Das Projekt im Bienwald war neben dem Schwarzwald eines der Ersten, bei denen ein Naturschutzprojekt im Wald ins Leben gerufen wurde. Langsam beginnt ganz Deutschland damit, Naturschutzprojekte ins Leben zu rufen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gab es auch kritische Stimmen zum Projekt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wegen seiner Einzigartigkeit zum Zeitpunkt seines Anlaufens war das Projekt aus meiner Sicht bahnbrechend. In Frankreich stand man dem Projekt aber gr\u00f6\u00dftenteils kritisch gegen\u00fcber, da ein \u00dcbergreifen von Tierkrankheiten aus nicht mehr bewirtschafteten Waldgebieten nach Frankreich bef\u00fcrchtet wurde. \u00c4ltere Leute bewerten das Projekt auch heutzutage noch kritisch, sie sind der Meinung, dass einige \u00fcber Jahrhunderte erarbeitete Leistungen durch das Naturwaldprojekt zerst\u00f6rt wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wurden die Ziele des Projekts erreicht? Gab es negative Folgen dieses Projektes?&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Durch das Projekt haben wir sehr viel gelernt. Die Flexibilit\u00e4t in Bezug auf sich ver\u00e4ndernde Bedingungen wie den Klimawandel w\u00e4hrend der Laufzeit des Projektes habe ich vermisst. Ich fand es aber gut, dass das Land einen solchen Schritt der Freistellung einer Fl\u00e4che f\u00fcr ein solches Projekt gewagt hat. Ich h\u00e4tte mir allerdings einen anderen Umgang mit den Trockenwaldfl\u00e4chen gew\u00fcnscht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Abgesehen vom Ma\u00dfe der Aufmerksamkeit k\u00f6nnen aber auch kleine Projekte viel bewirken. Je gr\u00f6\u00dfer das Projekt, desto h\u00f6her ist die Gefahr, dass durch die vielen Beteiligten der eigentliche Projektinhalt auf der Strecke bleibt. Daher finde ich auch kleinere regionale Projekte sehr begr\u00fc\u00dfenswert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Welche Rolle spielten Privatunternehmen bei diesem Projekt, bspw. Landwirte?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Sie spielten eine gro\u00dfe Rolle, da sie Angst hatten, ihre Produktion ver\u00e4ndern zu m\u00fcssen. Es gab in jedem Fall einen gro\u00dfen Aufschrei von Seiten der Landwirtschaft, aber schlie\u00dflich muss man die Eigent\u00fcmer von Fl\u00e4chen immer in das Projekt integrieren. Als F\u00f6rsterin bin ich allerdings nur Verwalterin des Bodens des Landes RLP. Ich bin der Meinung, dass wir auf die Landwirte zugehen sollte, um gemeinsam Verbesserungen zu bewirken. Ein solches Projekt scheitert schlichtweg, wenn die Leute vor Ort nicht mitziehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ist es m\u00f6glich, einen Kompromiss zu finden, der sowohl ein langes Fortbestehen des Bienwaldes als \u00d6kosystem als auch die wirtschaftlichen Interessen verbindet?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Ziel arbeiten wir eigentlich aufgrund der Multifunktionalit\u00e4t des Bienwaldes permanent. Bereits jahrhundertelang wird Holz zum Bauen produziert. Wir wollen den Wald sch\u00fctzen, aber heute ist er auch eine wichtige Rohstoffquelle, die wir sehr gut kennen und die vor der Haust\u00fcr liegt. Das regional Produzierte ist unterst\u00fctzenswerter als das an anderen Stellen der Erde Produzierte. Innerhalb der Bev\u00f6lkerung wird es immer ein Spannungsfeld geben. Das wichtige ist, dass wir stets reflektieren und nach der besten L\u00f6sung suchen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"41\" src=\"https:\/\/dud.dwagner.one\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Berens-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-41\" srcset=\"https:\/\/dud.dwagner.one\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Berens-1.jpeg 1024w, https:\/\/dud.dwagner.one\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Berens-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/dud.dwagner.one\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Berens-1-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Gespr\u00e4ch<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"42\" src=\"https:\/\/dud.dwagner.one\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Berens-2.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42\" srcset=\"https:\/\/dud.dwagner.one\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Berens-2.jpeg 1024w, https:\/\/dud.dwagner.one\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Berens-2-300x225.jpeg 300w, https:\/\/dud.dwagner.one\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Berens-2-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Julia, Lea, Fr. 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