{"id":26,"date":"2023-03-27T15:52:48","date_gmt":"2023-03-27T13:52:48","guid":{"rendered":"https:\/\/dud.dwagner.one\/?page_id=26"},"modified":"2023-07-13T14:52:23","modified_gmt":"2023-07-13T12:52:23","slug":"unser-fazit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dud.dwagner.one\/?page_id=26","title":{"rendered":"Res\u00fcmee des Sozialkunde LK 11"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach unserer intensiven Besch\u00e4ftigung und Auseinandersetzung mit dem Thema Wald, seinem Nutzen f\u00fcr Gesellschaft und Umwelt sowie f\u00fcr den einzelnen Menschen haben wir erkannt, dass das Thema so komplex ist, dass auch die Wissenschaft sowie die (lokale) Politik nicht immer eine Meinung sind, wenn es darum geht, wie es dem Wald geht und vor allem wie man ihm helfen kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Beginn des Projektes waren wir uns nicht bewusst, welch gro\u00dfe gesellschaftliche, wirtschaftliche, aber vor allem auch \u00f6kologische Rolle der Wald auf unserem Planeten spielt. Nat\u00fcrlich haben wir fr\u00fcher zwar viel im Wald gespielt und im Verlaufe unseres Schullebens etwas \u00fcber die Photosynthese im Zusammenhang mit B\u00e4umen und Pflanzen geh\u00f6rt, aber die eben erw\u00e4hnte Vielf\u00e4ltigkeit der Bedeutung des Waldes war uns alles andere als bewusst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vielf\u00e4ltig waren auch die unterschiedlichen Aussagen der Interviewten. Alle unsere drei Interviewpartner legten uns unterschiedlichste Positionen dar, die sich in manchen Aspekten allerdings auch \u00e4hnelten. W\u00e4hrend uns die Forstamtsleitern des Forstamts Bienwald vor allem durch fachliche Informationen zum Wald im Allgemeinen, dem Bienwald im Speziellen, aber auch zu unserem speziell behandelten \u201eNaturwaldprojekt\u201c behilflich war, erl\u00e4uterten uns Herr Fabian Ehmann (B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen) und Herr Martin Brandl (CDU) den politischen Umgang und die politische Bedeutung des Themas aus v\u00f6llig unterschiedlichen Perspektiven. Gerade die Aussagen der beiden Politiker unterschieden sich h\u00e4ufig fundamental. Ein Beispiel hierf\u00fcr w\u00e4re z.B. der Umgang mit dem Totholz des Waldes.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Forstamtsvertreterin Frau Berens sieht das Abholzen der Best\u00e4nde derzeit generell kritisch. Sie ist der Meinung, dass das Abholzen besonders aufgrund des aktuell \u00e4u\u00dferste pr\u00e4senten Klimawandels vernachl\u00e4ssigt werden sollte. Es sei prim\u00e4res Ziel, den Wald wegen seiner vielf\u00e4ltigen, teils lebensnotwendigen Funktionen unter allen Umst\u00e4nden zu erhalten, koste es, was es wolle.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Herr Ehmann dem Totholz eine sehr wichtige Bedeutung f\u00fcr den Wald zuspricht, da es eine Vielzahl an Lebensr\u00e4umen schaffe und somit sehr wichtig f\u00fcr den Erhalt des gerade in Zeiten des Klimawandels so wichtigen \u00d6kosystems sei, fokussiert sich Brandl mit Blick auf das Totholz vor allem auf den Brandschutz, schlie\u00dflich g\u00e4be es aus seiner Sicht aufgrund der derzeitigen Klimaver\u00e4nderung und Trockenheit gerade im Sommer ein deutlich erh\u00f6htes Brandrisiko verglichen mit fr\u00fcheren Zeiten. Daher sei es ihm besonders wichtig, dass der Wald stets f\u00fcr die Feuerwehr passierbar bleibe, um Br\u00e4nde im Wald bestm\u00f6glich bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen. Grundlegend \u00e4u\u00dferte er im Interview die These, dass Brandpr\u00e4vention im Wald vor allem durch das vern\u00fcnftige Aufr\u00e4umen von Totholz und das Passierbarmachen von Wegen gew\u00e4hrleistet w\u00fcrde. Auf die Frage, ob ein solches Vorgehen den Tieren gegen\u00fcber nicht etwas sch\u00e4dlich sei, entgegnet er, dass man stets priorisieren m\u00fcsse, und der Brandschutz und somit die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung aus seiner Sicht an erster Stelle stehe. Aus diesen Gr\u00fcnden, aber auch generell, sei er ohnehin kein Bef\u00fcrworter der Stilllegung von Fl\u00e4chen. Die Abholzung von maroden Best\u00e4nden bef\u00fcrwortet Brandl allerdings auch, da wissenschaftlich erwiesen sei, dass geschlagenes Holz, das verbaut wird, das klimasch\u00e4dliche CO2 im Zweifel \u00fcber mehrere Jahrtausende binde. Er gibt zu, dass sich das Abholzen maroder Best\u00e4nde nur dann lohne, wenn das Holz auch wirklich verbaut und nicht verbrannt wird. Das Verbrennen des Holzes f\u00fchre n\u00e4mlich nur zu einer Beschleunigung der CO2-Abgabe an die Luft. Grunds\u00e4tzlich ist er der Meinung, dass die forstwirtschaftliche Nutzung dem Wald nicht schade. Schlie\u00dflich sei ein klimatisch intakter Wald aufgrund der aktuellen Entwicklungen derzeit wichtiger als ein stillgelegter Wald, der in ein paar Jahren, so Brandl w\u00f6rtlich \u201evor sich hin fault\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein solch stillgelegter Wald entspricht beispielsweise dem von uns bereits in der Projektbeschreibung angesprochenem \u201eNaturwaldgro\u00dfprojekt\u201c im Bienwald. Hier wird der Natur freien Lauf gelassen, menschliche Eingriffe erfolgt ausschlie\u00dflich durch eine j\u00e4hrliche, gro\u00dfangelegte Jagd. Auch bezogen auf dieses Projekt unterscheidet sich die Sichtweise unserer Interviewg\u00e4ste. Die Forstamtsleiterin Frau Berens sieht den Beschluss des Projektes grundlegend als einen gro\u00dfen Meilenstein im Umgang mit der Natur an. Schlie\u00dflich war das Naturwaldgro\u00dfprojekt deutschlandweit eines der ersten Projekte seiner Art und daher bannbrechend. R\u00fcckblickend w\u00fcrde allerdings auch Frau Berens gerne einzelne kleine Verbesserungen vornehmen. Im Moment sieht sie den Fokus auf der Rettung des Waldes, nicht auf der Ausweitung solcher Naturwaldprojekte, auch, wenn diese wichtig seien.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Herr Ehmann bewertet solche Projekte grunds\u00e4tzlich als hilfreich und positiv, da sie zweifellos eine Verbesserung der Lebensr\u00e4ume und des \u00d6kosystems darstellen k\u00f6nnen. Die einzige Optimierung sieht Ehmann, je nach den im Projektgebiet herrschenden Gegebenheiten, in der Ausweitung der Jagden zur Reduzierung des Wildbestands, schlie\u00dflich k\u00f6nne das Wachstum der Pflanzen und der Fortbestand eines solchen Projektes als \u00d6kosystem nur durch regelm\u00e4\u00dfige Jagden garantiert werden. Da Ehmann allerdings keine Kenntnisse \u00fcber die regionalen Gegebenheiten des Naturwaldprojektgebiets im Bienwald besitzt, m\u00f6chte er sich bei der Frage, ob eine Ausweitung der Jagden bezogen auf dieses spezielle Gebiet sinnvoll sei, nicht festlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Martin Brandl ist grundlegend der Meinung, dass jegliche Projekte, so auch dieses, in ihrer Zeit, sprich in der Zeit ihres Beschlusses unter Betrachtung der damals wichtigen Thematiken bewertet werden m\u00fcssten. Aus diesem Grund habe er das Naturwaldgro\u00dfprojekt zum Zeitpunkt seines Beschlusses zweifellos bef\u00fcrwortet, schlie\u00dflich h\u00e4tten zu dieser Zeit Themen wie Biodiversit\u00e4t oder der Erhalt der Artenvielfalt und nicht der Klimawandel den gesellschaftlichen Diskurs bestimmt. R\u00fcckblickend sieht er das Projekt allerdings kritisch, schlie\u00dflich stehe f\u00fcr ihn derzeit die Bek\u00e4mpfung des Klimawandels im Vordergrund. Hierf\u00fcr sei die forstwirtschaftliche Betreuung des gesamten Waldes essenziell.<\/p>\n\n\n\n<p>Gesellschaftlich wurde das Projekt teils kritisiert, teils bef\u00fcrwortet. Kritsch bewertet wird das Projekt vor allem von Landwirten und \u00e4lteren B\u00fcrgern. Sie sehen ihre Leistungen sowie die ihrer Vorfahren und \u00e4lteren Verwandten als zunichtegemacht an, schlie\u00dflich sei der Projektbereich aufgrund seiner Unber\u00fchrtheit wirtschaftlich nutzlos. Landwirte sehen ihre m\u00f6gliche Produktionsfl\u00e4che durch das Projekt als eingeschr\u00e4nkt an. <br>Andere bewerten das Projekt positiv, da es erheblich zur erfolgreichen Bek\u00e4mpfung des Klimawandels beitr\u00fcge und dar\u00fcber hinaus die Natur und ihre nat\u00fcrliche Entwicklung sowie die Lebensr\u00e4ume der einzelnen Tiere in den Vordergrund gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr Ehmann verwies uns w\u00e4hrend des Interviews den sogenannten Waldzustandsbericht, laut dem derzeit in den deutschen W\u00e4ldern vier von f\u00fcnf B\u00e4umen, also 80% aller B\u00e4ume, als akut gef\u00e4hrdet aufgef\u00fchrt werden. Diese sollte aus Sicht Ehmanns ein Alarmsignal sein, das zeigt, dass man sich endlich dem Wald und seinen Problemen stellen sollte. Im Gegensatz zu Herrn Brandl setzt Herr Ehmann vor allem auf eine naturnahe Regulierung des Klimawandels durch den Menschen. Hierbei thematisiert er vor allem eine sogenannte \u201eVerj\u00fcngung\u201c des Bodens, schlie\u00dflich sei eine der Vegetation anpasste Regulierung des Waldbestandes notwendig. Dar\u00fcber hinaus setzt er auf ein gesundes, resistentes und vor allem an die derzeitigen Umweltbedingungen angepasstes Mischwaldverh\u00e4ltnis. Seiner Meinung nach sollte der Entfall von Best\u00e4nden nicht nur durch billigere Nadel-, sondern auch durch Laubb\u00e4ume aufgeforstet werden. Um diese Ziele zu erreichen, m\u00fcsse man aus Sicht Ehmanns vor allen Dingen auf positive Anreize f\u00fcr die Waldbesitzer setzen. Hierbei denkt Ehmann beispielsweise an finanzielle Pr\u00e4mien, sollte das Ziel der Ausweitung eines Mischwaldes auf dem Landst\u00fcck eines bestimmten Privatwaldbesitzers erreicht werden. Auf der Bundesebene gebe es eine solche \u201eWaldklimapr\u00e4mie\u201c bereits, in die bis zum Ende dieser Legislaturperiode Gelder in H\u00f6he von 900 Millionen Euro investiert werden sollen. Auch Martin Brandl ist der Meinung, dass gerade der Pf\u00e4lzer- und Bienwald aufgrund seines hohen Mischwaldbestands verglichen mit anderen W\u00e4ldern klimaresilienter sind. Aus Sicht Ehmanns w\u00e4re auch die Festlegung eines zeitgem\u00e4\u00dfen Jagdgesetzes, um die Verj\u00fcngung des Waldes zu garantieren, es solle weder zu viel noch zu wenig gejagt werden. Dem Wald sei schlie\u00dflich nur dann geholfen, wenn der dortige Wildbestand perfekt auf ihn abgestimmt ist. Ehmann nimmt in seiner Stellungnahme au\u00dferdem Bezug auf die aktuelle Situation des Forstamts, schlie\u00dflich seien es vor allem fachlich gut ausgebildete Forstarbeiter, die ein erfolgreiches Fortbestehen des Waldes garantieren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Forstamtsvertreterin Frau Berens beschreibt, dass das Hauptaugenmerk ihre Arbeit vor allem auf dem Ausbau erneuerbarer Energien liegt und der Frage, ob man Windkraftanlagen im Wald wirklich installieren m\u00f6chte. Zudem sei man gerade in Rheinland-Pfalz vor allem an Tourismus und dem Ausbau von Waldwegen interessiert. Des Weiteren besch\u00e4ftige man sich mit der Installation von Photovoltaikanalgen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bedeutung der Photovoltaikanlagen ist auch f\u00fcr Brandl und die gesamte Landtagsfraktion der CDU un\u00fcbersehbar. Hierzu hat die CDU-Landtagsfraktion im Landtag bereits einen Gesetztes-Entwurf zur Solarpflicht eingebracht. Das Gesetz beinhaltet eine Solarpflicht auf allen neugebauten Geb\u00e4uden. Brandl ist sich allerdings sicher, dass das Gesetz, trotz der aus seiner Sicht gro\u00dfen Wirkung f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung des Klimawandels, von Seiten der Ampel-Koalition abgelehnt werden wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>&#8222;Forstwirtschaftliche Nutzung zerst\u00f6rt den Wald nicht, sondern hilft, ihn zu erhalten\u201c.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das ist ein Zitat, das der CDU-Landtagsabgeordnete Martin Brandl in seinem einst\u00fcndigen Interview mit uns get\u00e4tigt hat. Grunds\u00e4tzlich ist die wirtschaftlich orientierte Nutzung des Waldes aus unserer Sicht nicht zielf\u00fchrend und effektiv. Gerade in Zeiten des Klimawandels halten wir die von Herrn Brandl vorgeschlagene Nutzung \u2013 die maroden Best\u00e4nde des Waldes abholzen und zu verbauen \u2013 f\u00fcr falsch. Hierbei wird nicht nur den Tieren, sondern auch dem Menschen langfristig der Lebensraum genommen. Schlie\u00dflich ist Totholz prim\u00e4r Lebensraum f\u00fcr diverse Tierarten wie beispielsweise Asseln oder verschiedene K\u00e4fer. Finden allerdings K\u00e4fer und Insekten keinen passenden Lebensraum mehr, sterben sie mit der Zeit aus. Das Aussterben verschiedener Arten wirkt sich negativ auf das \u00d6kosystem unseres Planeten aus. Ein schlechtes \u00d6kosystem ist langfristig auch f\u00fcr den Menschen problematisch. Daraus folgt, dass ein vern\u00fcnftiger Umgang mit anderen Lebewesen aus unserer Sicht die Grundlage f\u00fcr das Fortbestehen unseres Planeten und somit auch des Menschen darstellt. Dar\u00fcber hinaus sehen wir uns als Menschen nicht in der Position, den Tieren ihren Lebensraum zu nehmen, nur um Geld zu verdienen, das Holz zu verbauen oder den Wald f\u00fcr die Feuerwehr und andere Einsatzkr\u00e4fte passierbar zu machen. F\u00fcr die Feuerwehr passierbare Wege waren vor allem f\u00fcr Martin Brandl ein zentrales Element im Kampf gegen den Klimawandel, schlie\u00dflich ist er der Meinung, dass sich der Mensch durch verschiedene Handlungen an ihn anpassen m\u00fcsse. Eine solche Ma\u00dfnahme w\u00e4re aus seiner Sicht beispielsweise das Freir\u00e4umen von Wegen, notfalls auch durch Abholzung intakter Waldbest\u00e4nde, schlie\u00dflich stehe die Brandpr\u00e4vention aus seiner Sicht an oberster Stelle. Auch hier bleibt f\u00fcr uns wieder die Frage, was mit den Tieren und Pflanzen passiert, die durch das Abholzen ihr Leben oder ihren Lebensraum verlieren. Fortamtsleiterin Astrid Berens ist der Meinung, dass derzeit fachlich gesehen vor allem der Erhalt des Waldes, und nicht die Rodung des Waldes im Vordergrund stehe, ihr gehe es vor allem darum, den Wald vor dem Klimawandel zu sch\u00fctzen. Wenn selbst die Forstamtsleitern gegen die Rodung des Waldes argumentiert, wird deutlich, dass die These Martin Brandl aus wissenschaftlicher Sicht nicht legitim ist, schlie\u00dflich ma\u00dfen wir uns an, durch Abholzen des Waldes massig Lebensr\u00e4ume zu zerst\u00f6ren und stellen uns somit \u00fcber Tiere und Pflanzen, was unserer Meinung nach moralisch verwerflich ist. Martin Brandl erw\u00e4hnte au\u00dferdem, dass das gerodete Holz bestenfalls verbaut werden sollte, schlie\u00dflich binde verbautes Holz \u00fcber Jahre CO2. Die Frage ist allerdings, was mit dem gerodeten Holz wirklich geschieht und wie viel von ihm tats\u00e4chlich verbaut und was verbrannt wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine stillgelegte Waldfl\u00e4che bezeichnet Brandl als \u201evor sich hin faulend\u201c. Diese Formulierung ist kritisch zu betrachten, da Brandl mit diesem Zitat abermals den Menschen \u00fcber die Tierwelt stellt, indem er erl\u00e4utert, dass nur ein Wald, um den sich der Mensch k\u00fcmmere eine fortbestehende Resistenz gegen den Klimawandel entwickeln k\u00f6nne. Eine solche \u201evor sich hin faulende\u201c Fl\u00e4che w\u00e4re beispielsweise das Naturwaldprojekt im Bienwald. Aus unserer Sicht tragen solche Projekte auf jeden Fall zu einem Fortbestehen des Waldes bei, schlie\u00dflich wird dem Wald endlich ein Raum zu seiner freien nat\u00fcrlichen Entfaltung gew\u00e4hrt, ganz ohne wirtschaftliche Interessen des Menschen, die den Wald zerst\u00f6ren. Auch Berens verdeutlicht: \u201eDas Projekt war sicherlich ein Meilenstein und daher aus damaliger Sicht sehr bedeutend\u201c, schlie\u00dflich war das Projekt eines der ersten seiner Art in Deutschland. Auch das Argument Brandls, dass die Sicherheit von Personen im Wald stets gew\u00e4hrt werden m\u00fcsse, sehen wir zumindest f\u00fcr den Bereich des Naturwaldprojektes kritisch. Dieses Argument Brandls ist zwar nachvollziehbar und entspricht der rechtlichen Ordnung in Deutschland. Schlie\u00dflich gilt die Verkehrssicherungspflicht, auch im Wald, ausschlie\u00dflich auf Wegen. Im Bereich des Naturwaldprojektes gibt es allerdings keine festgelegten Wege, da dieser Bereich v\u00f6llig menschenleer ist. Insgesamt ist das Naturwaldprojekt aus unserer Sicht vor allem positiv zu bewerten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem l\u00e4sst sich feststellen, dass die Argumentation von Herrn Ehmann und der Forstamtsleiterin auf der einen und Herrn Brandl auf der anderen Seite sowie die von ihnen vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen v\u00f6llig unterschiedlich sind. W\u00e4hrend Ehmann und Berens vor allem den Schutz die Tier- und Pflanzenarten in den Vordergrund stellen und Abholzen der W\u00e4lder vernachl\u00e4ssigen m\u00f6chten, ist Herr Brandl der Meinung, dass das Abholzen ein legitimes Mittel sei, um sich dem Klimawandel anzupassen. Jedoch spricht er kein einziges Mal in seinem Bericht davon, dass marode oder abgeholzte Best\u00e4nde durch das Pflanzen neuer B\u00e4ume ersetzt werden sollte. Hier stellt sich f\u00fcr uns die Frage, wie gerodete Best\u00e4nde aus Brandls Sicht ersetzt werden sollten, denn es ist nun mal Fakt, dass bereits ein Mangel gesunder Baumarten vorliegt, so sind 80% unserer B\u00e4ume krank. Au\u00dferdem sind B\u00e4ume aufgrund der Photosynthese Grundlage jeden Lebens. Doch was passiert aus Brandls Sicht eigentlich mit den Tieren? Schlie\u00dflich sollten wir Menschen uns nicht \u00fcber die Tiere stellen, da sie ebenfalls eine sehr bedeutende Rolle auf unserem Planeten spielen und somit auch f\u00fcr die Existenz des Menschen immens wichtig sind. Dies ist nicht legitim, da wir Menschen eine gewisse Verantwortung f\u00fcr alle Lebewesen auf diesem Planeten haben und diese Aufgabe nicht vernachl\u00e4ssigen sollten. Au\u00dferdem ist diese Haltung Brandls sehr kurzfristig gedacht, denn sie f\u00fchrt zu Wohlstand, aber langfristig schadet sie nicht nur den Lebewesen, sondern auch dem gesamten \u00d6kosystem unseres Planten und somit in letzter Instanz auch uns Menschen selbst.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen w\u00fcrden wir uns daher eher den Meinungen und vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen Fabian Ehmanns und Astrid Berens\u2019 zustimmen, schlie\u00dflich bringen sie Vorschl\u00e4ge, die nicht nur dem Menschen, sondern Tieren und Pflanzen unterst\u00fctzen. Bei dieser Thematik sollten wir Menschen aus unserer Sicht nicht egoistisch, sondern umsichtig gegen\u00fcber Tieren und Pflanzen handeln. Nur gemeinsam k\u00f6nnen wir gegen den Klimawandel ank\u00e4mpfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach unserer intensiven Besch\u00e4ftigung und Auseinandersetzung mit dem Thema Wald, seinem Nutzen f\u00fcr Gesellschaft und Umwelt sowie f\u00fcr den einzelnen Menschen haben wir erkannt, dass das Thema so komplex ist, dass auch die Wissenschaft sowie die (lokale) Politik nicht immer eine Meinung sind, wenn es darum geht, wie es dem Wald geht und vor allem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-26","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dud.dwagner.one\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/26","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dud.dwagner.one\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/dud.dwagner.one\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dud.dwagner.one\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dud.dwagner.one\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/dud.dwagner.one\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/26\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84,"href":"https:\/\/dud.dwagner.one\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/26\/revisions\/84"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dud.dwagner.one\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}